|
CIRS ist die Abkürzung für Critical Incident Reporting Systen, zu deutsch das systematischer Erfassen kritischer Ereignisse. CIRS erfasst folglich nicht nur realer Fehler, sondern auch Ereignissen die zu Fehlern führen können (near misses). Es ist Bestandteil der qualitätssichernden Aktivitäten der SULM.
SULM-CIRS ist präventiv, nicht retrospektiv angelegt, das heisst, man lernt von Ereignissen die zu gravierenden Schadenereignissen führen können, bevor diese Ereignisse eintreten. Beinahe-Ereignisse treten ca. 200 Mal häufiger auf als echte Schadenereignisse. Zweck dieses Systems ist es, ein Forum für anonyme und freiwillige Berichte von kritischen Ereignissen der Labormedizin auf nationaler Ebene zu schaffen.
Die Anonymität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist absolut gewährleistet
Der Nutzen des SULM-CIRS ist:
- offenes tolerantes Fehlermanagement
- Fehler werden nicht verschwiegen
- Entwicklung der Toleranz gegenüber Fehler von anderen
- Sensibilisierung für Fehlermöglichkeiten währen der Arbeit
Entwicklung des SULM-CIRS Die Methodik der Erfassung eines "Critical Incident" wurde im Zentrum für Labormedizin, Kantonsspital Aarau AG, entwickelt. Die technische Umsetzung erfolgte durch die Firma HINTAG, die ein massgeschneidertes CIRS-Modul unter dem Namen H-CIRS anbietet. Die Bedürfnisse des national ausgerichteten SULM-CIRS sind natürliche andere, als diejenige eines geschlossenen Systems, wie z.B. in einem Spitallabor.
Ziel Das SULM-CIRS ist auf das Umfeld der medizinischen Labors in der Schweiz zugeschnitten. Die Heterogenität dieses Umfelds zieht zwangsläufig eines gewisse Unschärfe in der Auswertung mit sich. Trotzdem ist es wichtig, im Rahmen der flächendeckenden Qualitätssicherung, ein CIRS-Modul zur Hand zu haben, welches Lücken in der Qualitäts-Management-Kette schliessen kann und eine globale Sicht auf Fehlerquellen ermöglicht.
Weitere Infos als PDF
spiele gratis
|