SULM – Schweizerische Union für Labormedizin | Union Suisse de Médecine de Laboratoire | Swiss Union of Laboratory Medicine

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Die SULM – ein grosses Dach für die Welt im Kleinen +

Die Schweizerische Union für Labormedizin (SULM) setzt sich für eine effiziente, effektive und Patienten bezogene Labormedizin ein. Sie vertritt als Dachverband Fachgesellschaften und Organisationen aus dem Gesundheitswesen, aus der diagnostischen Industrie sowie Organisationen aus Regierung und Verwaltung.

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Vielfalt der Labormedizin +

Labormedizinische Leistungen werden in Arztpraxen, Apotheken, Spitälern und Privatlabors erbracht. Die Labormedizin gliedert sich in acht Bereiche, über 20 Fachgesellschaften und rund 10'000 Vollzeitstellen.

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Einheit im Engagement +

Das breite Spektrum der Labormedizin ist vereint in der SULM. Sie engagiert sich unter anderem in der Qualitätssicherung, dem Tarifwesen, der Weiterbildung oder der Öffentlichkeitsarbeit.

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pipette 04/2018: Rund um die Milz | Mieux connaître la rate

Rund um die Milz | Mieux connaître la rate
Die Milz ist ein von klinischer und radiologischer Seite häufig vernachlässigtes Organ. Und das, obwohl die Milz klinisch wie auch diagnostisch wichtige Informationen liefern kann. Bei vielen entzündlichen, hereditären und auch neoplastischen Erkrankungen spielen Veränderungen der Milz in den differenzialdiagnostischen Überlegungen eine wichtige Rolle. In der aktuellen Ausgabe der «pipette» wird auf die Vielfalt der diagnostisch und klinisch relevanten Aspekte im Kontext einer Splenomegalie eingegangen… > mehr

Die Milz als immunologisches Organ | La rate, un organe important du système immunitaire
Die Funktionen der Milz waren historisch lange nicht klar und wurden gerne mit dem Gemütsstand von Menschen in Verbindung gebracht. In der Körpersafttheorie der alten Griechen vermutete man in der Milz den Ursprung der Melancholie, da die schwarz zerfliessende Milz («schwarze Galle» = postmortem koaguliertes Blut) etwas Negatives sein musste. Die Hypochondrie wurde früher auch Milzsucht genannt. Noch heute kennen wir den Ausdruck «einen Spleen haben». Das deutsche Wort «Milz» erinnert an «meltan» = schmelzen; man dachte früher, die Funktion der Milz sei das Schmelzen der Nahrung im Verdauungsprozess… > mehr

Splenektomie: Gründe und Auswirkungen | Splénectomie: raisons et incidences
Die operative Entfernung der Milz ist für jeden Patienten bei der Indikationsstellung ein sehr beeindruckendes und oft auch verunsicherndes Ereignis im Rahmen einer medizinisch besonderen Situation. Je mehr Zeit seit diesem Ereignis vergangen ist, desto mehr geraten die Umstände, die zur Splenektomie geführt haben, und auch die langfristig möglichen nachteiligen Folgen für den Patienten und den Mediziner in den Hintergrund. Darum ist es wichtig, die Gründe und Umstände der Splenektomie genau zu dokumentieren. Diese Information muss Teil der persönlichen Anamnese in jedem ärztlichen Bericht sein. Idealerweise trägt der Patient diese Informationen zusammen mit weiteren wichtigen Angaben zum Impfstatus, am besten in Form eines «Splenektomie-Passes» oder als Teil des Impfbüchleins, auf sich… > mehr

Vaccinations et splénectomie | Impfungen und Splenektomie
Nach einer Splenektomie rechtfertigt die Gefahr infektiöser Komplikationen das Ergreifen von Vorbeugemassnahmen, die auf vier Säulen ruhen: Patientenaufklärung, Impfung, Antibiotikaprophylaxe und Notfallantibiotikatherapie. Es wird empfohlen, alle Patienten gegen Pneumokokken, Meningokokken und Grippe zu impfen. Für einen optimalen Schutz sollte die Grundimpfung spätestens zwei Wochen vor einer elektiven Splenektomie abgeschlossen bzw. schnellstmöglich nach einer notfallmässigen Splenektomie eingeleitet werden. Bei der Impfung gegen Meningokokken empfehlen sich Auffrischungsimpfungen alle fünf Jahre, während die Grippeimpfung jährlich erfolgen muss. Aufgrund fehlender Daten über einen möglichen Nutzen werden Auffrischungsimpfungen gegen Pneumokokken in der Schweiz nicht empfohlen. Bei Kindern ist eine Antibiotikaprophylaxe indiziert, während eine Notfallantibiotikabehandlung allen Patienten verschrieben werden muss. > mehr

Hépatosplénomégalie d’origine infectieuse | Hepatosplenomegalie infektiösen Ursprungs
Bei der Hepatosplenomegalie handelt es sich um eine radiologische oder klinische Manifestation, die bei zahlreichen Infektionskrankheiten auftritt – unabhängig davon, ob diese viralen, bakteriellen, fungiziden oder parasitären Ursprungs sind. Auslöser ist entweder der auf unterschiedliche Weise ablaufende Befall der Organe durch einen Krankheitserreger oder aber eine Stimulation des retikuloendothelialen Systems. Je stärker die Organvergrösserung ausgeprägt ist, desto nützlicher ist ihr Vorliegen für die Differenzialdiagnose und desto klarer ist ihre Bedeutung. Die Differnzialdiagnose der Infektionen basiert auf der Analyse des epidemiologischen Kontextes, des Krankheitsbilds, der bildgebenden Verfahren von Leber und Milz und vor allem auf den mikrobiologischen Untersuchungen hauptsächlich des Bluts. In manchen Fällen ermöglicht eine Biopsie der Organe, insbesondere der Leber, eine eindeutige Diagnosestellung. > mehr

Die Milz bei hämato-onkologischen Erkrankungen | La rate dans les affections hémato-oncologiques
Maligne Erkrankungen der Milz können in lympho- und myeloproliferative Neoplasien, metastatische Läsionen und primäre Milzneoplasien unterteilt werden. Eine metastatische Erkrankung ist auf eine hämatogene Ausbreitung zurückzuführen und spiegelt fortgeschrittene Tumorerkankungen wider. Die vielfältigen Funktionen der Milz erklären, weshalb diese bei ganz unterschiedlichen Erkrankungen beteiligt ist, meist in Form einer Grössenzunahme (Splenomegalie), in einem Teil der Fälle aber auch mit fokalen Läsionen oder einer Veränderung der Milzfunktion (Hypo- oder Hypersplenismus). Der strukturelle Aufbau der Milz ist komplex und kann in drei Zonen mit unterschiedlicher Funktion unterteilt werden. Aggregate von lymphatischem Gewebe werden kollektiv als weisse Pulpa bezeichnet. Umgeben wird dieses lymphatische Gewebe von der roten Pulpa, welche aus vaskulären und phagozytischen Elementen besteht. Die Marginalzone bezeichnet eine Zwischenregion an der Verbindung zwischen der weissen und der roten Pulpa. Das Muster der Milzinfiltration kann bei der Differenzialdiagnose von Milztumoren hilfreich sein. Die häufigsten Infiltrationsmuster sind der diffuse, der miliare und der noduläre Befall… > mehr

Infektionen bei Asplenie | Infections en cas d’asplénie
Bei der Infektionsabwehr wirkt die Milz als hoch aktiver phagozytierender Filter für im Blut zirkulierende Erreger. Zudem hat sie eine entscheidende Rolle bei der Produktion opsonisierender Proteine, welche diese Phagozytosefunktion massiv verbessern. Bei Asplenie kommt es zu einer gestörten Clearance diverser Erreger aus der Blutbahn, was eine rasch progrediente Sepsis (OPSI = overwhelming post-splenectomy infection) zur Folge haben kann. Klassische OPSIErreger sind bekapselte Bakterien, insbesondere Pneumokokken, Haemophilus infuenzae und Meningokokken. Gefährlich für Patienten ohne Milz sind auch Bissverletzungen (Sepsis durch Capnocytophaga canimorsus) sowie Infektionen mit Erregern, die in Blutzellen replizieren (Malaria, Babesiose, Anaplasmose oder Neoehrlichiose)… > mehr

Angriff aus der Dunkelheit
Cyberangriff auf ein Krankenhaus: IT-Systeme werden heruntergefahren, Erpressung durch kriminelle Hacker. Intensivpatienten sterben durch ferngesteuerte Medikamentenpumpen und Beatmungsgeräte. Das FBI ermittelt. Wenn das in der US-Serie «CSI:CYBER» auf RTL läuft, können wir uns bequem im Sessel zurücklehnen … Doch das Szenario ereignete sich auch im Lukaskrankenhaus in Neuss/D. Jedenfalls fast genau so: Wir wurden angegriffen, in der Folge wurden sämtliche IT-Systeme heruntergefahren, Erpressung und Ermittlung durch das FBI. Nur eines passierte nicht: Es starb kein Patient, und auch die hochsensiblen Patientendaten wurden nicht kompromittiert. Das ist durchaus erwähnenswert, denn im Darknet kann man mit vertraulichen Gesundheitsdaten mehr Geld verdienen als mit geheimen Kontoinformationen von Bankkunden. Weltweit wird mit Cyberkriminalität mehr Geld umgesetzt als im internationalen Rauschgifthandel. Konrad Zuse, der Erfinder des Computers, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wie die von ihm entwickelte Technologie zu kriminellen Zwecken missbraucht wird… > mehr

Agenda

Donnerstag, 20. September: - Hämatologie Workshop mit Dr. Heinz Diem in > mehr

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