SULM – Schweizerische Union für Labormedizin | Union Suisse de Médecine de Laboratoire | Swiss Union of Laboratory Medicine

Aktuelle Ausgabe | Numéro actuel

Nr. 02/2019 Erkennung und Dosierung von exogenen Substanzen | Détection et dosage de substances exogènes

Inhaltsverzeichnis | Sommaire

Editorial
Andreas Huber
Fake News oder Real News | Fake news ou real news (pdf)
Betrachtet man die technischen Möglichkeiten der Labormedizin im qualitativen und quantitativen Nachweis von exogenen Substanzen, so sind wir nicht mehr weit entfernt vom gläsernen Patienten oder der gläsernen Bürgerin. In unserem Leben werden wir teils bewusst, teils unbewusst, teils mit legalen, teils mit illegalen Substanzen konfrontiert. Mit verschiedenen sensitiven Methoden können Ist-Zustände, aber auch historische Expositionen von Medikamenten oder illegal konsumierten Substanzen und Drogen nachgewiesen werden. Zum einen verbessert das die Überwachung einer Therapie bezüglich Wirkung und Nebenwirkung, zum andern aber können das Einhalten von gesetzlichen Vorgaben beim Sport (Doping) oder die Abstinenz von Alkohol bei Verkehrssündern überprüft werden…

Education
Daniel Müller
Neuigkeiten beim therapeutischen Drug Monitoring | Nouveautés en matière de contrôle des concentrations de substances thérapeutiques (TDM) (pdf)
In mehreren Bereichen hat sich das therapeutische Drug Monitoring (TDM) als gutes Hilfsmittel zur Dosisfindung von Medikamenten bereits etabliert, so z. B. in der Neuro-Psychopharmakotherapie, auch dank den AGNP-Guidelines [1]. Dieser Artikel beleuchtet zwei Beispiele, bei denen das TDM bislang noch nicht so gut etabliert ist, die uns im Labor in Zukunft aber vermehrt beschäftigen werden: einerseits Antibiotika, insbesondere beta-Laktame, andererseits Busulfan…

Katharina Rentsch
Drogenscreening | (pdf)
Drogenscreeninguntersuchungen werden in der Schweiz für unterschiedliche Fragestellungen unter anderem in Laboratorien, Praxen, sozialtherapeutischen Einrichtungen und rechtsmedizinischen Instituten durchgeführt. In einigen Kantonen setzt auch die Polizei auf der Strasse Drogenscreeningtests ein. Sie sind einfach durchführbar und geben in den meisten Fällen ein klar negatives oder positives Resultat. Sind diese Assays aber so unproblematisch wie die einfache Durchführung dies vermuten lässt…

Marc Augsburger
Beurteilung des Alkoholkonsums: die Rolle des Labors | Evaluation de la consommation d’alcool: rôle du laboratoire (pdf)
Alkoholkonsum ist nach wie vor ein grosses Problem innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens, das auch medizinisch-rechtliche Auswirkungen haben kann. Es gibt zwar durchaus Fragebögen zur Beurteilung oder Charakterisierung des akuten oder chronischen Alkoholkonsums einer Person, doch stehen die so ermittelbaren Indikationen in direktem Zusammenhang mit der Compliance des Patienten. Die Bestimmung der biologischen Parameter durch ein Labor hingegen ermöglicht eine objektive Beurteilung der Situation, sei es zur Beurteilung des akuten und aktuellen Konsums oder zur Beurteilung des Risikos eines regelmässigen und überm.ssigen Konsums. Es gibt heute mehr als ein Dutzend Marker für Alkoholkonsum oder -missbrauch, die in verschiedenen biologischen Matrices gemessen werden, darunter Blut, Urin und Haare. Jeder Marker zeigt verschiedene Indikationen, Sensitivität und Spezifität, die im Artikel erläutert werden.

Markus R. Baumgartner
Retrospektives Monitoring des Medikamenten- und Drogenkonsums mittels Haaranalyse | Suivi rétroactif de la consommation de médicaments et de drogues par l’analyse capillaire (pdf)
Haaranalytik ist eine chemisch-analytische Labormethode, die in den letzten Jahren eine weite Verbreitung und mannigfache Anwendung erfahren hat. In diesem Artikel soll speziell die sich aus der forensisch-toxikologischen Anwendung entwickelte Methode zum Nachweis von psychotropen Stoffen in Haaren besprochen werden. Andere Anwendungen wie die Haarmineralanalyse oder Verfahren zum Nachweis von Umweltschadstoffen wie Schwermetallen, Pestiziden usw. sind nicht Teil dieses Artikels; diese Anwendungen werden in der Fachliteratur entweder sehr kontrovers diskutiert oder sind noch am Anfang ihrer Entwicklung…

Martial Saugy
Die Antidopinganalyse zur Wahrung der Integrität des Sports | Les analyses antidopage au service de l’intégrité du sport (pdf)
Antidopinganalysen basieren auf analytischer Chemie und Biologie. Diese Analysen werden eingesetzt, um die Integrität von Sportwettbewerben zu gewährleisten. Die Dopingpraktiken haben sich im Laufe der Zeit erheblich verändert, was die Antidopingwissenschaftler dazu veranlasst hat, Strategien für die biologische Überwachung des Athleten zu entwickeln. Der biologische Pass ist Teil dieses Bestrebens nach einer individuellen und einer L.ngsüberwachung des Athleten. Dieser Ansatz ähnelt dem, der in der forensischen Wissenschaft praktiziert wird: Diese zieht die Identifizierung einer Gruppe von Hinweisen als Beweis für Doping gegenüber der Einzelanalyse einer Probe zum Nachweis einer Dopingsubstanz vor. Die Sportverbände haben darüber hinaus beschlossen, langfristig Proben von Athleten mit dem Ziel aufzubewahren, diese erneut zu analysieren, wenn sensitivere und spezifischere Methoden zur Verfügung stehen.

Christian Kobel, Daniel Allemann
saferparty.ch Drug Checking: Kombination aus Beratung und Analysetätigkeit | Drug checking de saferparty.ch: une combinaison de conseil et de travail d’analyse (pdf)
Die unbekannte Zusammensetzung und der unbekannte Wirkstoffgehalt von illegalen psychoaktiven Substanzen stellen ein grosses Risiko für die Konsumierenden dar, sei dies an einer Party oder bei der Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsumierenden. Gemein ist diesen Zielgruppen, dass sie von klassischen Präventionsmassnahmen kaum erreicht werden. Drug-Checking-Angebote sind dabei niederschwellige, effektive und von Fachleuten anerkannte Antworten auf diese Problematik…

Patrick Scheidt
Was kann Clinical Decision Support leisten? (pdf)
In einigen Regionen in der Schweiz wird die Prostata achtmal und der Meniskus sogar 21-mal öfter entfernt als in anderen [1]. Das ist aber mitnichten ein Schweizer Problem. In Deutschland sind die regionalen Unterschiede ähnlich gross. Es gilt also nach wie vor, was Wennberg 2010 postuliert hat: «In health care, geography is destiny» [2]. Clinical-Decision-Support-Anwendungen unterstützen den Arzt, auf der Basis der relevanten und aktuellen Evidenz die richtige Entscheidung zu treffen und unerwünschte Variabilität zu vermeiden…

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